Ein Auto, ein Autoverkäufer und ein Autokäufer mit Bart

Ankunft in Australistan

Um ehrlich zu sein, war die Wahl Australiens als Zielland für meine Weltreise weniger der Sehnsucht nach diesem Kontinent, sondern vielmehr dem Umstand geschuldet, dass es am anderen Ende der Welt liegt und man dort die Möglichkeit hat seine Reisekasse wieder aufzubessern. Entsprechend wenig Vorfreude habe ich im Vorfeld und während meiner Reise darauf verschwendet bald auf dem kleinen Kontinent zu sein. Vielleicht lag es unter anderem daran, dass nach der ganzen Exotik, die mir auf meiner Reise widerfahren ist, mir mit Australien nun wieder eine Rückkehr in die absolut westliche Zivilisation bevorstand. Sei‘s drum, ab in den Flieger und schaun mer mal.
Read More „Ankunft in Australistan“

Fan von Paguyuban Ojek München

“Alle waren Sieger, auch wenn einer nur gewinnen kann …”

 
Frei nach dem Motto “das Beste kommt zum Schluss“, möchte ich direkt zu Anfang dieses Textes keinen Hehl daraus machen, dass ich auf meiner Überlandreise durch 22 Länder nach Australien schlussendlich einen Sieger gefunden habe. Meine persönlichen 12 Punkte gehen an … Trommelwirbel … Indonesien.
Read More „“Alle waren Sieger, auch wenn einer nur gewinnen kann …”“

Rot-Weiß zu Gast bei Rot-Weiß

Malaysingapur – Die Schande von Malakka

Malaysia & Singapur

Über die Zeit hat es sich auf meiner Reise so eingespielt, dass ich meine Länderberichte immer in etwa zwei Wochen später schreibe, nachdem ich das jeweilige Land besucht habe. Dies ist zwar vordergründig dem Umstand geschuldet, dass die Anfertigung eines solchen Berichts doch einige Zeit in Anspruch nimmt, auf der anderen Seite erlaubt es mir aber auch die Erlebnisse mit ein wenig Distanz zu betrachten und zu beurteilen. Ich erwähne dies deshalb, weil ich nach über drei Monaten des Reisens, vollgepackt mit Orten, Erlebnissen und unterschiedlichsten Menschen, zunehmend merke, dass ich ein wenig satt geworden bin. Damit will ich nicht sagen, dass ich keine Lust mehr habe neue Orte kennenzulernen und neue Dinge zu sehen. Es ist vielmehr das Gefühl, dass ich an vielen Stellen nicht mehr so schnell zu beeindrucken bin, ich Orte zunehmend kritisch betrachte und viel seltener meine Kamera hervorkrame, als ich dies noch am Anfang der Reise gemacht habe.
Read More „Malaysingapur – Die Schande von Malakka“

Selfie kurz nach dem Auftauchen

Thailand – Touristen-Taucher-Tattoo-Trauma

Voller Vorfreude habe ich mich von Kambodscha aus mit dem Bus in Richtung Thailand gemacht. Meine Freude lag darin begründet, dass ich bisher immer nur Positives über dieses Land gehört habe. Auch auf meiner bisherigen Reise habe ich noch einige Tipps von anderen Reisenden erhalten, wohin ich Thailand unbedingt fahren müsse. Bevor ich anfange über meine Reise nach Thailand zu berichten, muss ich fairerweise zwei Dinge anmerken:

1) Ich habe mir mit Bangkok sowie den Inseln Koh Tao und Koh Phi Phi wahrscheinlich die touristischsten aller möglichen Thailand-Ziele herausgesucht
2) Ich bin nach Thailand gefahren, mit den taufrischen Eindrücken von Vietnam und Kambodscha im Gepäck

Nun gut, dies wird Thailand bei der abschließenden Urteilsverkündung vielleicht mildernde Umstände bringen, mehr aber auch nicht. Der Reihe nach:
Read More „Thailand – Touristen-Taucher-Tattoo-Trauma“

Motorradfahrerromantik

Kambodscha – Das bessere Vietnam?

Wenn ich früher an Kambodscha gedacht habe, dann viel mir zu aller erst einmal meine Oma ein, die mich am Telefon gerne mal mit den Worten „Alles Roger in Kambodscha“ begrüßt. Darüber hinaus brachte ich Kambodscha noch mit Krieg und Afrika in Verbindung. Warum dies so war, keine Ahnung. Irgendwie hat sich die Existenz des Landes immer meinem ansonsten recht gut ausgeprägten geografischen Wissen entzogen. Umso überraschter und entzückter war ich also, als ich entdeckte, dass sich Kambodscha in all seiner Breite und Länge mir auf meiner Reise gen Australien in den Weg stellten würde. Nach einer autodidaktischen Lehrstunde bei Herrn Wikipedia fühlte ich mich dazu im Stande, dem mir so fremden Land ein paar Tage meiner kostbaren Reisezeit zu widmen. Zu meinem Glück erlaubt respektive duldet Kambodscha es ebenfalls, dass Touristen mit ihren in Vietnam gekauften und registrierten Motorrädern durch Kambodscha knattern dürfen. Da ich meine gefälschte BMW mittlerweile so ins Herz geschlossen hatte, war für mich auch sofort klar, dass wir beide es auch eine Woche länger zusammen aushalten werden und zusammen nach Kambodscha “rübermachen“ werden.
Read More „Kambodscha – Das bessere Vietnam?“

Eine Tüte Benzin bitte!

Vietnam – Eine Tüte Benzin bitte!

Pünktlich zu meinem geplanten Besuch hat sich die Regierung von Vietnam dazu entschieden, u. a. deutschen Staatsbürgern einen visumsfreien Aufenthalt für bis zu 15 Tage zu ermöglichen. Dies ist eigentlich ein wenig zu kurz, um ein Land zu erschließen, welches mit seiner Größe etwa 93% der Fläche von Deutschland entspricht. Da ich aber die bisherigen Länder auch alle eher wie ein Japaner* bereist habe, sollten die 15 am Ende Tage genug Zeit sein, um mir einen guten Überblick über den sozialistischen Küstenstaat zu verschaffen. Der beste Weg das Land hierbei zu erkunden ist das Motorrad. Unter vielen Backpackern ist es daher gängige Praxis, sich in Hanoi oder Saigon von einem Händler oder einem anderen Backpacker für eine Hand voll Dollar ein Motorrad zu kaufen. Mit diesem fährt man dann von Nord nach Süd bzw. umgekehrt. Hierbei besteht die Möglichkeit sich entweder einen Honda Motorroller zuzulegen oder ein Motorrad des Typs Honda Win (ein anderes Modell gibt es im Grunde genommen auch nicht). Beide haben ca. 100ccm Hubraum und es ist gut möglich, dass man beim Kauf eines der Exemplare erwischt, welches die Stecke Hanoi – Saigon mit ihren gut 2.000 Kilometer schon 30-50 mal hoch und runter gefahren ist. Für mich stand jedoch von Anfang an fest, dass ich mir ein Motorrad des Typs Honda Win zulegen werde. Im Folgenden habe ich daher einmal zusammengeschrieben wie dies so von statten geht und was ich damit in den 15 Tagen alles erlebt habe.
Read More „Vietnam – Eine Tüte Benzin bitte!“

Vietnamesischer Vorgeschmack

Als kleiner Vorgeschmack für meinen kommenden Blog-Beitrag und weil die Fortuna am Freitag gewonnen hat, weil ich musste, weil das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist und weil ich momentan keinen Arbeitgeber habe, der dieses Video sehen könnte, hier meine Fortuna-Karaoke-Version von einer vietnamesischen Hochzeit, zu der ich spontan eingeladen wurde.

Als kleiner Vorgeschmack für meinen kommenden Blog-Beitrag über Vietnam auf www.handbackpack.com und weil die Fortuna am Freitag gewonnen hat, weil ich musste, weil das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist und weil ich momentan keinen Arbeitgeber habe, der dieses Video sehen könnte, hier meine Fortuna-Karaoke-Version von einer vietnamesischen Hochzeit, zu der ich spontan eingeladen wurde.

Posted by Henning Erdmann on Sunday, November 1, 2015

Klassisches Touri-Foto

China – Meine acht Kostbarkeiten

Da war ich also in China. Mit mehr als zwei Wochen Aufenthaltsdauer war dies auf meiner bisherigen “Highspeed-Weltreise“ sogar mal ein verhältnismäßig langer Aufenthalt. Entsprechend gäbe es auch genug Material von meinen Besuchen in den Städten Dandong, Peking, Shanghai, Guangzhou und Nanning, welches für einen umfangreichen Reisebericht reichen würde. Da ich jedoch im letzten Bericht über Nordkorea bereits versprochen hatte, dass ich mich zukünftig wieder etwas kürzer fassen werde, komme ich diesem Versprechen nun nach und beschränke mich auf meine persönlichen acht “Kostbarkeiten“ meines Chinabesuchs. Mit diesen Kostbarkeiten fasse ich einmal die Dinge zusammen, die mich erstaunt, erschrocken, ermutigt und erregt haben. Aufgrund der Beschränkung auf acht Themen, werde ich mir auch die klassischen Themen, die eh schon jeder weiß – à la „In China leben ja so viele Menschen“ etc. – einfach sparen.

Kostbarkeit #1 – Menschen

Jeder weiß vermeintlich, dass in China “ja so viele Menschen leben“. Was ich bisher nicht wusste ist, dass in China ja soooooo unfassbar viele Menschen leben. Das ganze wäre mir vermeintlich auch gar nicht weiter aufgefallen, wenn ich bei der Reiseplanung nicht einen kleinen Fehler gemacht hätte. Es gib in China nämlich genau eine Woche im Jahr, in welcher von einer Reise nach China von allen Seiten her abgeraten wird. Diese Woche, welche sich “Goldene Woche“ nennt, habe ich mit meinem Besuch genau getroffen. Das goldene an dieser Woche sind vermeintlich die Nasen derjenigen, die entweder ein Hotel, ein Restaurant, eine Eisenbahngesellschaft oder eine Chinesische Mauer ihr eigenen nennen dürfen, denn diese sind in der goldenen Woche alle voll. Der Grund: China hat eine Woche lang Nationalfeiertags-Ferien und zwar nicht so schön geordnet und nach Bundesländern aufeinander abgestimmt wie in Deutschland, sondern ganz China gleichzeitig. Jeglicher Vergleich zu zuvor erlebtem – und damit ist auch der Besuch von Indien gemeint – würde kläglich scheitern. Daher bemühe ich einmal die Fiktion. Man stelle sich vor es wäre an einem sonnigen 3. Oktober in Berlin das Finale der Weltmeisterschaft, zweitgleich finden die Internationale Funkausstellung, die Loveparade und der Berlin-Marathon statt. Dann in etwa hätte man in etwa das Bild erzeugt, welches sich mir in Peking, Shanghai und Co. bot.

Kostbarkeit #2 – Handys

In enger Vierbindung zur den vielen Menschen, steht auch die zweite Sache, die mir nach meiner Ankunft in Staunen versetzte. Ausgenommen von Kindern unter 3 Jahren (und selbst da bin ich mir nicht so sicher) hat wirklich jeder dieser Menschen ein Handy. Nicht ungewöhnlich im Vergleich zu uns in Westeuropa wird sich der eine oder andere nun sagen. Doch sage ich, denn dieses JEDER umfasst in China halt auch Kinder im Alter von zarten 4 Jahren, die per Kinderuhr im Zug mit ihrer Mutter telefonieren sowie Menschen über 80 Jahre, scheinbar die wie selbstverständlich mit einem Handy umzugehen wissen. Das ganze lässt sich auch deshalb so gut beobachten, da die Menschen ihre Iphones, Huaweis und Samsungs fast ausnahmslos in Verwendung haben. Selbstredend, dass man in den Städten irgendwo hinspucken kann und man immer einen Handyladen treffen wird.

Kostbarkeit #3 – Partys

Ich bin nach China gekommen um mir Land und Leute anzusehen und vor allem das Essen ausgiebig zu testen. Dies hat in Peking wunderbar funktioniert. In Shanghai dagegen überhaupt nicht. Grund hierfür sind neben den feierlustigen jungen Chinesen vor allem die Club- und Disco-Besitzer, die westliches Publikum in ihren Etablissements als strategischen Vorteil sehen. Wie lockt man das westliche Publikum am besten an? Richtig, lass sie einfach kostenfrei trinken. Und zwar nicht irgendeinen Fusel, sondern schon die guten Spirituosen. Ich spare mir mal die weiteren Ausführungen und fasse mit ein wenig Pein zusammen: 3 Tage Shanghai, 3 Tage betrunken.

Kostbarkeit #4 ¬- Chinesische Ungeduld

Mein Bild von Chinesen war vor meiner Reise scheinbar stark geprägt von Yin und Yang und einer damit verbundenen Ruhe, Geduld und Leichtigkeit. Anders kann ich es mir nicht erklären warum ich nach wenigen Stunden vollkommen überrascht war, wie ungeduldig Chinesen doch sein können. Zum ersten Male musste ich dies erkennen, als ich die U-Bahn zu meinem Hostel genommen habe. Das Prinzip “Erst einsteigen, dann austeigen“ und die damit verbundene Logik sind in China außer Kraft gesetzt. Es gilt das Prinzip “Ich will da rein respektive ich will da raus“. Auch bei jeglicher Art von Anstehen vor Rolltreppen oder Gepäckkontrollen sucht der Chinese gerne die Lücke und füllt diese mit ein wenig Drängeln und Drücken opportun auf. Was in Deutschland bei jedem von uns direkt das “Innere Ordnungsamt“ auf den Plan gerufen hätte, wird in China halt einfach hingenommen und es wird ohne wahrnehmbare Empörung weiter gemacht. Diese Verhaltenszüge lassen sich vielleicht auch anhand einer weiteren besonderen chinesischer Eigenschaften erklären.

Kostbarkeit #5 – Kinesische Nervenstärke

Was mich am meisten bei meinem Besuch in China beeindruckt hat ist die chinesische Nervenstärke oder auch deren Fähigkeit abschalten und ignorieren zu können. Bereits wenige Minuten nach meiner Ankunft am Bahnhof in Peking wurde ich erstmalig Zeuge dieses Phänomens. Zwischen einem Handyladen! und einem Schnellrestaurant war eine Musikanlage aufgebaut. Aus dieser ertönte eine ca. 5-sekündige Ansage, welche geschrien von einer Frauenstimme, auch noch mit einer Art polyphonem Klingelton unterlegt war. Das ganze wurde in ohrenbetäubender Lautstärke in Richtung Straße gerichtet, in Endlosschleife gespielt und war vermutlich dazu gedacht Kunden anzulocken. Was in Europa gerichtlich vermeintlich als mildernder Umstand für einen Amoklauf anerkannt worden wäre, hat dort scheinbar keinen interessiert. Es ist mir absolut unbegreiflich wie die Menschen, die rundherum um diese Musikanlage arbeiten und leben diese akustische Tortur täglich überstehen, ohne schwerwiegende geistige Schäden zu erleiden.
Allgemein schienen mir die Chinesen ein recht nervenstarkes Volk zu sein, die sehr gut Ausblenden können. Anders könnte ich mir sonst auch nicht erklären warum es in einem überfüllten Zug keinen gestört hat, dass dort fliegende Händler umherschwirrten und auch während der Nachtzeit ihre Ladegeräte und Putzlappen lauthals anpreisen konnten. Die Vorstellung welche Reaktionen ein solches Verhalten in einem ICE nach Stuttgart bei den Reisenden hervorrufen würde, hat mich ein ums andere Mal innerlich schmunzeln lassen.

Es grenzt letztendlich schon fast an Ironie, dass ich bei meiner Suche nach Ohropax in China mehr als eine Woche lang erfolglos blieb. Fast scheint es mir so, als hätte jeder Chinese qua Geburt ein Paar Ohropax in seinem Gehörgang mitgeliefert bekommen, die sich je nach Bedarf einfach ein- und ausschalten lassen.

Kostbarkeit #6 – Das (leise) rollende Volk

In einem Lied von Katie Melua heißt es: „There are nine million bicycles in Beijing“. Das Lied ist genau zehn Jahre alt. Würde sie es heute noch einmal schreiben, müsste sie singen „There are nine million electric scooters in Beijing“. Während bei uns in Europa die Elektrifizierung des Straßenverkehrs gefühlt nur schleppend vorankommt, wähnt man sich in diesem Belang in China schon 10 Jahre in der Zukunft. Aufgrund von teils engen und überfüllten Straßen sind Motorroller und elektrische Fahrräder das Transportmittel der Wahl im Reich der Mitte. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass ich vom Norden in Peking bis zum Süden in Nanning lediglich drei Motorroller gesehen habe, die noch mit einem klassischen Verbrennungsmotor betrieben wurden. Alle anderen Zweiräder wurden mit den kaum hörbaren E-Motoren betrieben. Die Lautstärke in den Städten ist entsprechend angenehm. Es gleicht dem Geräusch eines Wespennestes, wenn nach einer längeren Rotphase an einer Ampel gefühlte 200 rollende Chinesen auf ihren Elektrovehikeln losrollen. Ganz ungefährlich ist die Sache für Fußgänger jedoch nicht. So hört man von hinten kommende Verkehrsteilnehmer entweder gar nicht, oder erst kurz vor dem Überholvorgang. Gott sei Dank verseht man in China die Hupe jedoch nicht als Instrument der Beschwerde, sondern als Informationsmedium zur Übermittlung der Nachricht: “Achtung ich komme!“

Kostbarkeit #7 – Chinesische Schönheiten

Man sagt mir ja gerne nach, dass ich einer der wenigen bin, die an asiatischen Gesichtszügen einen gewissen Gefallen finden können. Ich will dies nicht gänzlich abstreiten, im Falle von Chinesinnen galt dies bisher allerdings nicht. Mehrmals habe ich verlauten lassen, dass ich noch nie eine hübsche Chinesin gesehen habe. Nach meinem Aufenthalt in China möchte ich mich nun entschieden von dieser Behauptung distanzieren und mich dazu bei den allen Chinesinnen öffentlich entschuldigen. Doch, es gibt sie und das gar nicht mal in so geringer Anzahl. Aber keine Angst liebe Mutti, ich bringe keine mit nach Hause!

Kostbarkeit #8 – Singendes China

Man stelle sich vor man gehe in einen Park. Unter einer großen Linde sind drei ältere Damen versammelt, welche in ihrer Mitte eine große Musikbox und ein Mikrofon aufgestellt haben. Jenseits von dezenter Lautstärke trillern diese Damen dann eine nach der anderen ihre fröhlichen Lieder in das Mikrofon und geben ihrem bezaubernden Gesang durch Hinzufügen eines Echos eine besonders künstlerische Note. Beweis gefällig? Dann einfach mal auf das beigefügte Video klicken.

So in etwa begegnet man den Chinesen aller Nase bzw. Ohren lang, welche allesamt eine besondere Erfüllung darin finden die umliegenden Mitmenschen bewusst oder unbewusst mit ihrem Singsang zu erfreuen, egal ob im Zug, im Restaurant oder bei der Passkontrolle. Es wundert daher auch nicht, dass sich gefühlt neben jedem Handyladen auch mindestens eine Karaoke-Bar befindet.

Zum Abschluss noch eine kleine Ergänzung in eigener Sache, damit ich hoffentlich nicht falsch verstanden werde.

Es sind ja die vermeintlichen Kulturunterschiede, welche eine Reise so spannend machen. Auch wenn ich mich an der einen oder anderen Stelle vielleicht mal ein wenig abfällig äußere, so ist dies keinesfalls ein Zeichen von Intoleranz oder fehlendem Respekt. Ganz im Gegenteil, es macht ja sogar Spaß mit ein wenig Humor diese Differenzen aufzudecken und zu ergründen, warum manche Dinge in anderen Ländern anders laufen als wir oder ich das bisher das gewohnt waren/war.

Für mich geht es nun weiter mit meinem Motorrad durch Vietnam, bevor ich in der nächsten Woche mit Kambodscha das 18. Land meiner Reise besuche werde.

Mit nervengestärktem Gruß,

亨宁

Nordkoreanischer Nachtrag

Mein Film.mp4

Noch ein kleines Schmankerl von der Busfahrt auf der nordkoreanischen A2, anlässlich des Sieges der Fortuna am Freitag.

Posted by Henning Erdmann on Sunday, October 18, 2015